A. J. Kazinski – Todestrank

Erschienen: 01.09.2016

Anbieter: Random House

Sprecher: David Nathan

Wertung: keine

Alberner Reinkarnationskram

Keine Wertung, weil ich nach ca. der Hälfte aufgehört und das Hörbuch zurückgegeben habe. Superermittler begibt sich undercover in eine Irrenanstalt für Schwerverbrecher und kann da schon am zweiten Tage schalten und walten, sein Ex-Freundin ist Forscherin und löst mal eben auf dem Weg nach Südamerika, auf einer lange geplanten Dienstreise, ein kryptographisches Rätsel und stellt dann auf eigene Faust Ermittlungen an, so eine Art weiblicher Indiana Jones, dann noch ein 65 Jahre alter Todesfall, der irgendwie in die Gegenwart reicht, mit Wiederauferstehung und so, jede Menge Logik-Fehler und irgendwann hatte ich genug davon…

Seit die skandinavischen Ermittler alle zu Supermännern mutiert sind, mag man gar keinen nordischen Krimi mehr anfassen. Wo sind sie nur geblieben, Martin Beck, Kurt Wallander, van Veeteren, Erik Winter.

 

Wieder reingehört – Yes, Doors, Stones

Yes – Close to the Edge – 1972 – Das ist wahrscheinlich das Meisterwerk der Band!

The Doors – Weird Scenes inside the Goldmine -1972 – Das ist die erste Compilation nach Morrisons Tod, eine Best Of sozusagen, aber ein toller Querschnitt der etwas düsteren Parts!

Rolling Stones –  Some Girls – 1978 – Nicht gerade ein Klassiker, aber mit Miss You, When The Whip Comes Down und Beast Of Burden ein paar schöne Hits

Iamthemorning – Belighted

Erschienen: 19. September 2014

Label: Kscope (Edel)

Wertung 9/10

Nachdem mich das aktuelle Album des russischen Duos faktisch umgehauen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf die früheren Werke. „Belighted“ ist ebenfalls ein ganz ausgezeichnetes Album, es ist experimenteller, musikalisch abwechslungsreicher als „Lighthouse“, neben den klassischen, wunderschönen Liedern, dominiert von Gesang, Klavier und Geigen, finden sich sogar merklich rockigere Parts, ein sensationelles Schlagzeug vom Porcupine Tree Drummer btw.

Die Struktur des Albums ist etwas anders, die eigentlichen Stücke sind eingebettet in die fragmentarischen Intermission-Tracks. Für mich macht das Album den Eindruck, das die Band noch etwas auf der Suche nach dem eigenen Stil ist, den sie dann auf „Lighthouse“ gefunden und perfektioniert hat. Die schönsten Stücke sind für mich „To Human Misery“ und „The Simple Story“, diese klingen auch schon so ganz ähnlich. Deshalb kann ich für dieses Album auch nicht ganz die Höchstnote geben, das nachfolgende Album macht insgesamt einen geschlosseneren und ausgereifteren Eindruck. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, das Album gefällt mir auch ausnehmend gut!

Belighted

Stephen King – The Green Mile

Veröffentlicht:05.12.2014

Anbieter: Random House Audio, Deutschland

Sprecher: David Nathan

Wertung 9,5/10

Ein Klassiker

Das war die Meinung eines Bekannten, als wir uns gerade über die Hörbücher unterhielten, die wir gerade hören. Ich hatte gerade mal eine Stunde reingehört, ich kannte die Geschichte überhaupt nicht, auch nicht als Film. Ich hatte aber schon nach dieser einen Stunde das Gefühl, dass er Recht haben könnte.

Ich muss zugeben, das ich selten so eine fesselnde Geschichte gehört habe, der Herr King ist einfach ein sehr guter Erzähler, und wenn die Story dann auch in einem einigermaßen realen Umfeld spielt, dann kann ich ihm auch uneingeschränkt folgen. Zum Inhalt dieses Fortsetzungsromanes will ich gar nichts weiter erzählen, es ist die schonungslose Abrechnung mit einer unmenschlichen Tötungsmaschinerie, dargestellt an drei, vier Einzelschicksalen, wie sie unterschiedlich nicht sein können und verdichtet auf wenige Monate. Jedem Erzählstrang wohnt eine gewaltige Spannung inne und am Ende löst sich alles in einem schlüssigen Finale auf. Dazu belebt er ein seltenes literarisches Genre, den Fortsezungsroman, allerdings merkt man das der Geschichte zunächst gar nicht an,

Warum habe ich dann trotzdem nicht die Höchstnote vergeben? Irgendwie löst sich die Geschichte von John Coffey für mich zu einfach auf. Sein Tod ist der einzig mögliche Ausweg und letztendlich wünscht er sich auch das Ende seiner Leiden. So sind am alle irgendwie zufrieden, aber ich nicht. Ich glaube im richtigen Leben gehen solche Geschichten nicht so glatt zu Ende. Na ja richtiges Leben … irgendwie ist es eben doch nur eine Geschichte. Vorzüglich gelesen von David Nathan,wie immer

Wieder reingehört – Yes, Omega, Jethro Tull, UFO

Yes – „Relayer“ – 1974 Da ich mit „Union“ nur eine der schlechteren Scheiben mein eigen nenne, habe ich mir einen der Klassiker gegönnt.

Jethro Tull – „Aqualung“ – 1971 – Im Jahr 2009 habe ich die alten Männer noch im IGA-Park gesehen, „Aqualung“ und „Lokomotive Breath“ waren mit am Start

UFO – „Live in Japan“ – 1972 – Irgendwie finde ich Gefallen ein Live Platten, auch so ein Klassiker „Who do you love“!

Omega – ELÖ Kissstadion Live 1979 – Das ist mal ein Zeitdokument eines Ost-Live Konzertes. Spacerock aus Ungarn. Schrammt aber manchmal ziemlich dicht am Kitsch vorbei

Wieder reingehört – Genesis, U2, King Crimson

Der Weihnachtsmann brachte nicht nur einen Kindle, sondern auch so einen Retro-Plattenspieler. Mit kleinen Boxen, damit man auch mal in der Küche Platten hören kann, einem Audio und einem USB-Ausgang. Zeit, mal wieder in meine Plattensammlung zu schauen, oder vielleicht auch für die eine oder andere Neuerwerbung? Eine Rezension oder gar eine werde ich mir sparen, die Werke, die hier auftauchen, bekommen doch sowieso mindestens 9 Punkte:

Genesis – Seconds Out – Live DoLP von 1977. Muss ich mir zu Nachwendezeiten irgendwann mal gekauft haben, aber nie aufgelegt. Jetzt aber!

U2 – War – LP von 1973. Auch ein Nachwendekauf. Aus heutiger Sicht ein sehr interessantes Zeitdokument einer unverkrampften Band. Sensationelle erste Seite.

King Crimson – The Young Persons’s Guide to King Crimson – DoLP von 1976. Eine BestOf. Ich weiß… aber die gab es sooo günstig bei ebay. Die musste ich haben, da ich bisher noch nichts von dieser Band im Schrank habe.

 

Sjöwall/Wahlöö – Der Mann, der sich in Luft auflöste

 

Wertung 6/10

Verbrecherjagd hinter dem eisernen Vorhang

Im zweiten Band der Reihe verschlägt es Martin Beck ins Budapest der 60er Jahre. Ging es im ersten Fall der Reihe noch um ein ganz normales Gewaltverbrechen, steht jetzt ein Fall von internationaler Rauschgiftkriminalität im Mittelpunkt. Die Schilderungender Verhältnisse hinter dem eisernen Vorhang sind aus heutiger Sicht recht interessant, der Fall ist allerdings etwas dröge und relativ unspannend.

Immerhin werden die Personen aufgebaut und weiterentwickelt, endlich kommt auch das kongeniale Duo Kristiansson und Kvant ins Spiel. Unter diesem Gesichtspunkt muss man den Fall der Vollständigkeit halber gelesen haben, irgendwie habe ich noch in Erinnerung, das die Serie mit dem nächsten Roman so richtig in Schwung kommt.

M.C.Beaton – Agatha Raisin und der tote Richter

Erschienen: 19. Juli 2013 Kindle Edition

Wertung 7/10

Mal eben zwischendurch

Der Weihnachtsmann hatte dieses Jahr einen Kindle für mich dabei und nachdem ich keine Lust hatte, mit der schon etwas umständlichen Leihbücherei zu beschäftigen, fiel meine Wahl auf dieses Buch, als Erstlingswerk für das neue Medium, sozusagen. Warum es genau dieses Werk geworden ist, kann ich gar nicht so genau sagen, er sollte ein relativ kurzes und unspektakuläres Werk sein. Gesagt, getan.

Das Buch hat einen gewissen Charme, die Originalausgabe hat ja schon über 20 Jahre auf dem Buckel und das merkt man auch auch irgendwie am Schreibstil. Keine ellenlagen Beschreibungen von Befindlichkeiten der Kommissare, deren Depressionen oder problematischen Familienverhältnissen. Ein liebenswerter Dorfkrimi mit leichten Anflügen englischen Humors. Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

Crippled Black Phoenix – Bronze

Erschienen: 4. November 2016

Label: Season of mist

Wertung: 8/10

Eigentlich hatte ich die Band schon abgeschrieben, zu enttäuscht war ich von den letzten beiden Ausgaben „White Light Generator“ und „New Dark Age„. Da war nichts mehr zu spüren von der Kreativität, die die Band mal ausgezeichnet hat. Dann lass ich ich in einer Zeitung den doch ziemlich guten Review dieser Platte, sie hatte es, glaube ich, sogar auf Platz 2 der Review Charts geschafft. Ja und dann habe ich der Kapelle um Mastermind Justin Greaves noch mal eine Chance gegeben, nach den Meisterwerken „I Vigilante“ und „Mankind“ haben die sie allemal verdient.

Es dauert ein bischen, aber spätestens beim Dreier „No Fun“, „Rotten Memories“ und „Champions of Disturbance“ ist man dann wieder schwer gefangen im Crippled Black Phoenix-Kosmos, dieser eigentümlichen Mischung aus rockigen Gitarren-Riffs, düsteren Passagen und sphärischen Synthie-Klängen, eigentlich schwer zu beschreiben. Was mir irgendwie stört, und deshalb gibt es auch noch die 8 Punkte-Wertung, ist diese seltsame breiartige Produktion, in der vor allem der Gesang ertrinkt. Möglicherweise liegt es auch daran, das ich das Album jetzt vor allem im Auto über Bluetooth gehört habe, ich werde es auf jeden Fall noch mal in einer qualitativ besseren Umgebung anhören, vielleicht kann ich dann noch was darauf legen. Auf jeden Fall ist die Band wieder da, und irgendwie habe ich den Wunsch, die mal live zu erleben. Auch wenn das Album nicht ganz an die bereits genannten Highlights ran kommt.

https://riseupandfight.bandcamp.com/album/bronze