Seelenbrechen – Ihsahn

Erschienen: 21. Oktober 2013

Label: Candlelight Records

Wertung: 5/10

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Nach dem ich mit Arktis einen mir bisher unbekannten Künstler entdeckt hatte, war ich natürlich hocherfreut, dass die meisten seiner früheren Werke als Download bei Prime verfügbar sind. Insbesondere war ich auf dieses Album gespannt, den nach den Kritiken, die gelesen habe ist es wohl sein „sperrigstes“ und „unzugängliches“ Werk, „nur in der entsprechenden Stimmung zu genießen“ usw. usw. Und ich muss sagen, dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. Das ist mir zu schräg, ich finde keinen Zugang zu der Anhäufung von Black-Metal-, Percussion, jazzartigen Sequenzen. Etwas mehr Musik darf es dann doch gerne sein. Von dieser Bewertung ausgenommen sind „Regen“ und „Pulse“, das sind in meinen Augen zwei ganz kostbare Perlen im Schaffen des Künstlers.

https://candlelightrecordsuk.bandcamp.com/album/das-seelenbrechen

Arktis. – Ihsahn

Erschienen: 8. April 2016
Label: Spinefarm Records
Wertung 9/10
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Ich gebe zu, ich kannte den Künstler gar nicht. Irgendwann hab ich mal einen Review gelesen, klang ganz interessant, dann tauchte das Album immer mal wieder in meinen Empfehlungen bei Amazon auf und irgendwann habe ich es mir dann gekauft. Was für eine tolle Idee, selten war ich schon beim ersten Durchlauf des Albums so komplett überzeugt wie bei diesem. Black-Metal-Passagen wechseln sich mit Prog-Metal, Ambient und weiß ich was alles für Passagen ab. Dazu ein unglaubliches Saxophon in „Crooked Red Line“ und ein Finale furioso in „Celestial Violence“. Ich weiß nicht warum, aber beim Hören dieses Albums bekomme ich immer sofort gute Laune. Einen Punkt Abzug für das etwas langweilige „South Winds“ und den letzten Song, für den ich bisher keine Erklärung gefunden habe. Absolut empfehlenswert!

Mr. Mercedes (Bill Hodges Trilogie 1) – Stephen King

 

Veröffentlicht:05.09.2014

Anbieter: Random House Audio, Deutschland

Sprecher: David Nathan

Wertung 8/10

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Das ist keine der typischen Stephen King-Geschichten, denn sie spielt in einer erschreckend realen Szenerie, eigentlich fast ein ganz normaler Krimi . Das ist auch der Grund, warum ich das Hörbuch überhaupt ausgewählt habe, die abgefahrenen Geschichten mit irgendwelchen Zwischenwelten sind nicht mein Ding. Und ich bin nicht enttäuscht worden, das ist eine enorm spannende Geschichte, natürlich mit einem genre-typischen Showdown, der dann aber letztendlich doch übertrieben ist, deshalb gibt es dafür auch einen Punktabzug. Gefesselt war ich jedoch von der so anschaulich beschriebenen Gedankenwelt des Täters, der nette Psychopath von „nebenan“, und vom Sprecher sowieso. Das war nicht die letzte der realen Geschichten des Autors, die nächste steht schon auf der Merkliste.

 

Katatonia – The Fall Of Hearts

Erschienen: 19. Mai 2016

Label: Snapper Musik

Wertung 7/10

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Ich bin ein großer Fan von Anathema und Opeth, und deshalb müsste ich eigentlich auch diese Band mögen, wenn man dem glauben sollte, was so alles über Katatonia geschrieben wird. Ich besitze auch 2 CD’s der Kapelle „Viva Emptiness“ und „Last Fear…“, aber von beiden CD’s ist nicht wirklich was hängen geblieben und ich habe die anderen Neuerscheinungen der Band ignoriert. Als diese CD herauskam, waren viele Rezensionen sehr euphorisch und ich hatte das Teil lange auf der Wunschliste.

Irgendwann habe ich dann doch auf den „Kaufen“ Buttton gedrückt und die habe die Platte wieder und wieder gehört, aber so richtig werde ich nicht warm mit der Band. Die ersten drei Titel sind sehr abwechslungsreich und von hoher Qualität, aber schon beim vierten Titel „Decima“ ist es wieder da, das typische Katatonia-Gefühl, des eben schon mal gehört-Gefühl. Das ist zwar handwerklich ganz gut gemacht, aber mir fehlt die Abwechslung, irgendwie scheint jeder Song gleich aufgebaut und driftet irgendwann in diese Katatonia-typische Midtempo – Melancholie. Auch der Gesang von Johann Renske ist mir einfach zu gleichförmig und dazu ständig präsent, einige Titel würden sicher mit weniger Gesang gewinnen. Also mit der Band werde ich nicht warm, aber wem’s gefällt?

Yrsa Sigurdardottir – Todesschiff: Ein Island-Krimi

Erschienen: 21. November 2012

Verlag: Fischer Taschenbuch

Wertung; 3/10

An den Haaren herbeigezogene Story

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Ich hatte vor kurzem einen Roman der Autorin gelesen („Seelen im Eis“), den ich eigentlich ganz gut fand und da der Landsmann Arnaldur Indridason bei seinen letzten Ausgaben etwas geschwächelt hat, habe ich mir die eine oder andere Ausgabe der Autorin gekauft. Dachte, das auch die Reihe um die Rechtsanwältin Dora ganz interessant sein könnte.

Aber weit gefehlt, das ist eine absolut seltsame Story, ein Krimi, ein Horrorroman oder was eigentlich? Am Anfang des Buches kommt in dem Handlungsstrang auf dem Schiff etwas Spannung auf, die Ermittlungen der Anwältin sind jedoch ziemlich sinnfrei und gegen Ende wird die Story immer unglaubwürdiger bis hin zu einer völlig abstrusen Auflösung. Hoffentlich wird das ebenfalls gekaufte Hardcover „DNA“ etwas besser, um diese Anwältin werde ich in Zukunft einen großen Bogen machen.

 

Opeth – Sorceress

Erschienen: 30.9.2016

Label: Nuclear Blast

Wertung: 9,5/10

Ich lese viele Reviews, meistens über Bücher oder neue Musik. Und immer wieder habe ich mich beim Lesen oder Hören dabei ertappt, dass ich eigene Reviews formuliert habe. Geschrieben habe ich nie einen… Jetzt habe ich eine eigene Website und damit auch die Möglichkeit, eine kleine Sammlung aufzubauen, von dem was ich so gehört und gelesen und, na ja vielleicht auch gesehen habe.

Beginnen will ich mit dem letzten Output der schwedischen Überflieger Opeth, das Album stand natürlich auf meiner Wunschliste, und als dann der Veröffentlichungstag dran hab und ich das Album kaufen wollte, war es sogar über Prime kostenlos runterzuladen! Bis zum Hören dauerte es noch ein paar Tage, das erste Mal war ich irgendwie unkonzentriert, aber beim zweiten Mal hat es dann gezündet! OK ich kam von einer gelungenen Präsentation und hatte gute Laune, aber das war es nicht alleine. Zwischen den beiden Knallern „Sorceress“ entzündet sich ein Feuerwerk musikalischer Ideen, kein Song ist wie der andere. Es stört mich überhaupt nicht, das es kein schlüssiges Konzeptalbum ist, natürlich sind die Anleihen an die musikalischen Vorbilder nicht zu überhören („Will o the wisp“ – Jethro Tull, „The seventh sojourn“ – Les Zeppelin), aber für mich sind das eindeutig die Verbeugungen des Herrn Akerfeldt vor den Altmeistern. Das Album versprüht genügend eigene kreative Energie und ist randvoll gefüllt mit progressiven Ideen. Außerdem ist es wieder etwas rockiger als die zum Teil etwas frickelichen Vorgänger.

Dazu zwei Bonustracks und drei tolle Live-Versionen. Als ich zu Hause aus dem Auto stieg, war ich total geflasht und habe erst mal den Tourkalender rausgesucht. 8.11. Hamburg Docks. Sofort Tickets geordert. Treffer. Vesenkt.

P.S. Das Konzert war super! Einen halben Punkt ziehe ich aber trotzdem ab, für das ziemliche langweilige „The wilde flowers“. War auch der schwächste Track im Konzert.

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