Deafheaven – Sunbather

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Blackgaze
27.05.2013

Dieses Album stand schon eine Weile auf dem Wunschzettel, so richtig konnte ich mich jedoch nicht überwinden. Es erschien mir doch etwas speziell. Wenn man sich aber erstmal auf das Album einlässt… Also ich habe es bisher nur 2mal komplett durchgehört. Es ist tatsächlich ein harter Brocken, aber es ist genial. Ich habe viel darüber gelesen, ein Meilenstein, ein ästhetisches Gesamtkunstwerk, nichts davon ist übertrieben.

Beschreiben kann man die Musik eigentlich nicht. Riffgewitter und kreischender Gesang (ist das überhaupt Gesang, ich muss mal googeln, ob es auch überhaupt einen Text gibt) wechseln mit ruhigen atmospärischen Akkustikpassagen, aber alles ist in dieser speziellen Stimmung, die man einfach hören muss.

 

Ihsahn – Arktis.

Ihsahn Book Cover Ihsahn
Melodic Death
08.04.2016

Ich gebe zu, ich kannte den Künstler gar nicht. Irgendwann hab ich mal einen Review gelesen, klang ganz interessant, dann tauchte das Album immer mal wieder in meinen Empfehlungen bei Amazon auf und irgendwann habe ich es mir dann gekauft. Was für eine tolle Idee, selten war ich schon beim ersten Durchlauf des Albums so komplett überzeugt wie bei diesem. Black-Metal-Passagen wechseln sich mit Prog-Metal, Ambient und weiß ich was alles für Passagen ab. Dazu ein unglaubliches Saxophon in „Crooked Red Line“ und ein Finale furioso in „Celestial Violence“. Ich weiß nicht warum, aber beim Hören dieses Albums bekomme ich immer sofort gute Laune. Einen Punkt Abzug für das etwas langweilige „South Winds“ und den letzten Song, für den ich bisher keine Erklärung gefunden habe. Absolut empfehlenswert!

Pillorian – Obsidian Arc

Pillorian Book Cover Pillorian
Black Metal
10.3.2017

Durch Zufall stieß ich bei bandcamp eine Woche vor der Veröffentlichung auf den Link zu dieser Band. Endlich gibt es einen Agalloch-Nachfolger! Kurz entschlossen, habe ich mir gleich die Vinyl-Ausgabe bestellt und wartete aufgeregt auf den Veröffentlichungstermin.
Yes – Agalloch is back, und gleich bei dem ersten Titel fühlt man sich wieder an alte Zeiten erinnert, die „Ashes Against The Brain“ beispielsweise. Doch schon der zweite Titel „Archaen Divinity“, der schon vorab zu hören war, geht doch merklich härter zu Sache, also hier ist tatsächlich etwas Neues entstanden, die schwarze, dunkle Seele von Agalloch vielleicht. Ich bin hin- und hergerissen, es ist für mich nicht ganz klar wo, diese Reise hingehen soll, die eine Hälfte der Platte klingt ganz klar nach der Vorgängerband von John Haughm, die andere Hälfte ist merklich düsterer, härter. Mir fehlen etwas die Passagen zum Durchatmen. Zum Glück gibt es als vorletzten Track ein ambient-mäßiges Zwischenstück und am Ende das großartige „Dark is the River of Man“.
Ein gutes, teilweise sehr gutes Album, allerdings noch mit Luft nach oben. Die Luft ist rauh geworden in Portland, Oregon. Erst mal durchatmen.

Barcelona 2017

Ja und nun ist er auch schon wieder vorbei, unser Kurztrip nach Barcelona

Wir haben natürlich die üblichen Sehenswürdigkeiten besichtigt, ein heftiger Regenschauer führte uns in das sehr beeindruckende Maritime Museum, waren am Strand, haben Paella und Tapa’s gegessen, was man eben so macht in Barcelona. Eine sehr angenehme und moderne Stadt. Gewohnt haben wir im Novotel an der Avenida Diagonal und hatten einen sensationellen Blick aus dem 16. Stock auf den Torre Agbar und die Stadt

Bilder gibt es in der Galerie, und hier schon mal eine kleine Auswahl:

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Shining – VII Född Förlorare

Erschienen: 21.05.2011

Label: Spinefarm Records

Wertung 9/10

Wenn mal jemand auf der Suche nach einem Geheimtipp, einer relativ unbekannten Band mit einem herausragendem Album ist – hier ist er.

Allerdings kann man dieses Album wohl kaum rezensieren, ohne einige Worte zur Band bzw. ihrem eigenartigen Mastermind zu verlieren. Wenn man dem Glauben schenken mag, was man so über den Typen Niklas Kvarforth zu lesen bekommt, muss das wohl einer der eigenartigsten Typen der Black-Metal-Szene sein. Provokante Bühnenauftritte, menschen- und frauenfeindliche Aussagen, das Spielen mit dem eigenen Leid oder dem der anderen, Heroin, Schizophrenie… ich bin mir dabei immer nicht sicher, wieviel davon Kalkül und wieviel davon tatsächlich echt ist. Aber wir werden hier mal die Trolle nicht füttern und konzentrieren uns auf die Musik.

Und diese ist, zumindest auf diesem Album, verstörend eindrucksvoll, um nicht zu sagen, genial. Genie und Wahnsinn, halt. Die Band pflegt einen depressiven Black Metal, aber eben nicht mit einem überbordenden Riffgewitter und ordentlich hämmernden Growls, die Titel sind fast alle im Midtempo gehalten und wechseln immer wieder zwischen ballernden Ausbrüchen und melancholischen, ja schon fast zerbrechlichen Passagen. Dazu kommt eine sehr ordentliche Gesangleistung. Das Album wird mit zunehmender Laufzeit immer intensiver und hat mit den Titeln „Tillsammen Är Vi Allt“ und dem Landberk-Cover „I Nattens Timma“ seinen Höhepunkt. Der letzte Titel bricht dann irgendwie abrupt ab und lässt mich immer wieder relativ sprachlos zurück. Warum müssen das immer so schräge Typen sein, die solche hervorragende Musik machen? BTW diese Musik ist wirklich nur mit Vorsicht zu geniessen, nichts für sanfte Gemüter!

Alcest – Kodama

Erschienen: 30.9.2016

Label: Prophecy

Wertung 6/10

Ich hatte diese französische Band in recht guter Erinnerung, zufällig war ich über ihr Album „Les Voyages de l’Ame“ gestolpert und es hatte mir recht gut gefallen, ein ansehnliche Produktion mit schönen Liedern, nun ja, etwas dicht an der Grenze zum Kitsch, aber doch ganz gut hörbar. Dann hab ich ein paar Rezensionen zu ihrem neuesten Album gelesen, in irgendeinem Magazin war es sogar in den Reviews mit ganz oben gelistet. Gelobt wurde vor allem die Rückbesinnung auf die schwarzmetallischen Ursprünge der Band.

Ich war gespannt und wurde enttäuscht. Irgendwie passt das alles nicht zusammen, die „Growls“ wirken für mich sonderbar deplaziert, die Stücke sind mir alle zu lang und zu wenig abwechslungsreich. Außerdem finde ich auch die Abmischung etwas seltsam, ich habe mir sogar noch mal den Opener „Autre temps“ von dem bereits erwähnten Album angehört und der klingt für mich wesentlich frischer.

Ich habe dem Album mehrere Chancen, sprich Durchläufe gegeben, aber nach spätestens 30 Minuten langweilt es mich, schade.